Etablieren Sie eine einfache Struktur: sechzig Prozent für Bauleistungen und Montage, dreißig für Materialien und Ausstattung, zehn als eiserne Rücklage. Verschieben Sie Mittel nur bewusst. Wenn Angebote günstiger ausfallen, füllen Sie zuerst die Reserve. So absorbieren Sie Lieferverzüge, Preisänderungen und kleine Mehrarbeiten, ohne Panik.
Vergleichen Sie identische Leistungsbeschreibungen, sonst sind Zahlen wertlos. Listen Sie Positionen, Mengen, Qualitäten, Garantiefristen, Entsorgung, Anfahrt, Baustelleneinrichtung. Fordern Sie Korrekturen bei Lücken. Notieren Sie Fragen und Antworten schriftlich. So erkennen Sie Dumping, verstehen Aufschläge und treffen Entscheidungen, die Ihnen später nicht als teurer Irrtum begegnen.
Identifizieren Sie Aufgaben, deren Verzögerung alles andere blockiert: Statikfreigabe, Elektrikprüfung, Estrichtrocknung, Fensterlieferung. Bauen Sie Puffer. Kommunizieren Sie Abhängigkeiten mit allen Gewerken frühzeitig. Ein sichtbares Board im Flur hilft. So bleibt klar, warum kleine Entscheidungen heute große Folgen in zwei Wochen haben können.
Prüfen Sie, ob Bauanzeigen, Denkmalschutz oder Nachbarzustimmung nötig sind. Kalkulieren Sie Sicherheitsprüfungen, Schornsteinfegertermine, Sperrzeiten. Bestellen Sie lange Vorläufer wie Fenster, Wärmepumpe, Einbaugeräte rechtzeitig. Stimmen Sie Anlieferungen mit Stellflächen ab. Realitätssinn verhindert Leerlauf, Mietverlängerungen und hektische Wochenendsprints, die Qualität, Gesundheit und Familienfrieden gefährden könnten.
Definieren Sie, was passiert, wenn etwas schiefgeht: Alternativlieferanten, temporäre Lösungen, Umbauten in anderer Reihenfolge. Halten Sie Entscheidungswege kurz. Notieren Sie Triggerpunkte für Neuplanung. Ein robuster Plan funktioniert nicht nur an guten Tagen, sondern hält auch, wenn das Unerwartete mehrmals hintereinander auftritt.
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